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Das Theater als immaterielles Kulturerbe, ob es von der Gebäudetypologie als solches sichtbar und erkennbar ist oder auch nicht, wird didaktisch als Wert vermittelt und stärkt dadurch die Kreativwirtschaft und den Kultur- und Tourismusbereich.Wesko Rohde, Vorsitzender der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft

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  • Über das Projekt
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    Das europäische Kulturerbejahr schenkt der Entwicklung der europäischen Stadt besondere Aufmerksamkeit. Prägend für die europäische Stadtentwicklung war und ist auch die Geschichte der Theaterlandschaft. Theater entstanden an den repräsentativsten Orten der Städte, sie spiegeln die Auffassung von glanzvoller zeitgemäßer Architektur und kultureller Funktionalität auf besondere Weise wider. Theater erreichten und erreichen stets einen hohen Identifikationsgrad im städtischen Gefüge. Als Bestandteil des Stadtraums kanalisiert die Theaterkultur einen wichtigen Teil der räumlichen und sozialen Interaktion in der Überlagerung von sehr unterschiedlichen und vielfältigen Phänomenen. Es wird deutlich, wie die Theater aktiv in den öffentlichen Raum hineinwirken.. Die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft zeichnet sich durch eine in der Welt einmalige Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen aus, welche sich in Schauspiel, Figurentheater, Oper, Operette, Musical, Tanz, Konzert sowie in performativen Veranstaltungen unterschiedlicher Art verwirklichen.
  • Hintergrund
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    Die Vielfalt entwickelte sich aus der kleinstaatlichen Verfasstheit Deutschlands im 17. und 18. Jahrhundert. Theater, die nach dem zweiten Weltkrieg zu den ersten wiedereröffneten Kulturstätten zählten, die teilweise Eintrittskarten zum Tausch für Kohle ausgaben um die Heizung des Hauses betreiben zu können, müssen heute allenthalben um ihre Existenzberechtigung kämpfen. Der Wunsch der Menschen nach Kultur und Theater nach Zeiten der Barbarei war ungeheuerlich und existentiell. Kulturbauten als Begegnungsräume in der jungen Demokratie waren Ausdruck der wiedergeweckten Grundbedürfnisse und ließen die Menschen in die Theater strömen. Das hat bis heute nichts an Attraktivität verloren. Auch aktuell wachsen die Zahlen der Zuschauer stetig und die Kultur- und Kreativwirtschaft ist einer der expansivsten Wirtschaftszweige des modernen Deutschlands.Mehr als 30 Millionen Menschen besuchen die über 65.000 jährlich stattfinden Theatervorstellungen.
  • Aufgabe
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    Die Theaterbauten benötigen Innovation und Öffnung, als gelebtes Erbe, kulturell wie politisch. Die Planer und Architekten müssen die Möglichkeit erhalten diese besonderen Bauwerke der letzten Jahrhunderte unter neuen Gesichtspunkten zu betrachten, die möglicherweise mit einer Nachkriegsbauordnung und allgemeinen Normungen nicht hinreichend beschrieben werden können. Eine neue Herangehensweise ist für die einmalige Weltkulturerbelandschaft der Theater notwendig, will man die Häuser in ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung erhalten.
    Um den historischen Standort in der urbanen Struktur als Ergebnis eines itinerativen Dialoges beizubehalten, werden bei Sanierungen und der Integration historischer Elemente oft logistische Einschränkungen und verkrampfte Bedingungen akzeptiert. So werden Transformationsprozesse am Altbau fast schwieriger als der Bau eines neuen Theaters. Dies ist eine Herausforderung an die Kreativität, wenn man an den alten Stätten das bestehende Objekt erweitert und an die räumlichen und funktionalen Anforderungen einer modernen Kulturindustrie anpasst.
    Das Theater als immaterielles Kultuerbe, ob es von der Gebäudetypologie als solches sichtbar und erkennbar ist oder auch nicht, wird didaktisch als Wert vermittelt und stärkt dadurch die Kreativwirtschaft und den Kultur- und Tourismusbereich.
  • Aus der Geschichte lernen
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    Die Bedeutung der Theaterlandschaft als Teil des Welterbes kann durch eine detaillierte Beschreibung der architektonischen und theatertechnischen Entwicklung erschlossen werden.
    Um dieser Bedeutung auch in Zukunft gerecht zu werden, ist es notwendig, die Erkenntnisse aufzuarbeiten und für ein Konzept der zukünftigen Nutzung, des Erhaltes, der Sanierung und der Veränderungen nutzbar zu machen.
  • Projekt: Leitfaden Bau und Sanierung
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    Gebäude für die darstellenden Künste sind sehr spezialisierte Bauten. Dies betriftt jedoch nicht nur Gebäude, die primär als Theater errichtet wurden und werden. Bestehende Gebäude, wie ehemalige Industriebauten, werden heute eine neuen Nutzung zugeführt. Dieser Umgang mit "gefundenen Räumen" hat das Ziel, die Atmosphäre einzufangen, obwohl diesen Räumen die technische Infrastruktur eines Theaters fehlen. Gerade in den letzten Jahren entstanden so viele neue Veranstaltungsstätten, bei denen der Charakter des ursprünglichen Baues wesentlich zur besonderen Konzept beiträgt und ein Gefühl der Kontinuität mit der Vergangenheit schafft.
    Die Diskussion darüber, was Theater heute, und in Zukunft repräsentieren sollte, reflektiert so auch die Nutzung von architektonischen und räumlichen Konzepten bestehender älterer Gebäude, sie müssen sich an den Prozess des ständigen Wandels anpassen können, um auch technisch verwendbar zu bleiben.
  • Förderung
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    Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
    Projektzeitraum: 1.9.2018 - 31.8.2019
  • Veranstaltungen & Termine
  • Projektpartner
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